Silhouettes: Frédéric Forest

Seine Zeichnungen bestehen aus feinen Strichführungen, die auf den ersten Blick leicht, fast spielend einfach aussehen − Frédéric Forest ist Designer und Art Director aus Frankreich. Die Werke, die ihn bekannt machten, zeigen die Silhouette einer Frau, oder deuten sie zumindest an. Mal gelangweilt stützt sie ihren Kopf auf ihrer Hand auf, mal sitzt sie nachdenklich, vielleicht an einem Tisch, während eine Zigarette in ihrer Hand verweilt. Ob sie wirklich nachdenklich oder gelangweilt ist, weiß man dabei eigentlich gar nicht einmal so genau: Die Zeichnungen lassen viel Platz für Interpretationen, ist immerhin nie ein Gesicht zu sehen. Vielleicht spiegeln sie sogar das eigene Empfinden wider, sind ein Abbild unserer selbst.

Doch welche Hintergründe und Geschichten man auch immer in den Damen sehen mag, sie scheinen viele von uns miteinander zu verbinden. Herr Forest zählt mittlerweile nämlich nicht mehr nur eine fast 100.000 Follower starke Fangemeinde auf Instagram, sondern auch Features bei Magazinen wie Vogue und Kinfolk zu seinen Errungenschaften. Ganz nebenbei zieren seine Illustrationen diverse Körperstellen − wie viele Menschen sich bereits ein Tattoo eines seiner Werke stechen ließen, kann er womöglich selbst nicht mehr zählen. Und dennoch teilt er die schönsten Ergebnisse fleißig in seinem Feed und entlockt dabei dem ein oder anderen von uns vielleicht sogar den Wunsch nach einem eigenen Exemplar.

Zugegeben, auch ich liebäugelte vor ungefähr vier Monaten mit einer der Damen, schrieb den Künstler über Instagram auch an (er antwortete sehr nett), verwarf den Gedanken dann aber wieder. Ich glaube, es war ein bisschen die Angst davor, dass ein regelrechter Hype um die Zeichnungen entstehen würde und ich mich zu schnell sattsehen könnte. An die Wand würde ich mir “Woman thinking” aber noch immer hängen.


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