Šipak

Die klebrige Süße von Šipak erinnert mich an jene Sommertage meiner Kindheit, die ich mit meiner Familie in Kroatien verbrachte. Die weißen Steinwände unserer Wohnung reflektierten das grelle Sonnenlicht, sodass ich die Augen zukneifen musste. Eine gar unerträgliche Hitze stand in der Luft, der glühende Boden unserer Terrasse war zu heiß, als dass ich ihn mit nackten Füßen berühren konnte. Ich saß im Schatten, der mittlerweile beunruhigend warm geworden war, und griff mit meiner rechten Hand in eine Schale, die mit dunkelrotem Šipak gefüllt war. Ich nahm einen Kern nach dem anderen, ließ sie unter einem leichten Druck zwischen meinen Fingern zerplatzen, der klebrige Saft lief an meinen Fingern herunter.

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