Alles Mood #01

Irgendwann setzte ich mich mit meiner obligatorischen Tasse Kaffee auf das Sofa und klickte mich durch ungelesene Blogposts, darunter auch Claires Artikel “Alles Mood?” − zugegeben, ich erkannte mich in dem von ihr angesprochenen Phänomen, in alles und jedem eine “Mood” zu sehen, relativ schnell wieder. Vielleicht gab mir der Artikel genau deshalb den letzten Stoß, eine Reihe zu starten, in die ich alles packen kann, das von Inspirationen über Bücher und Reiseziele bis hin zu Mode- und Beautyliebhabern reicht.

1. In einer spontanen Aktion, die meiner Erkältungslangeweile zu schulden ist, griff ich zur Schere, um mir den Pony zu kürzen, nur um wenige Stunden später zu entschließen, dass ich genug von ihm hatte. Seither habe ich mir fest vorgenommen, die Qualen des Herauswachsens erneut zu durchleiden und vielleicht sogar durchzuhalten. Um mir den Prozess nicht nur zu erleichtern, sondern auch etwas schöner zu machen, suche ich nun alles zusammen, mit dem ich mir die Stirnfransen irgendwie aus dem Gesicht halten kann. Ganz vorne dabei: Haarclips mit Perlen besetzt, am liebsten natürlich von Simone Rocha. Der niedrige Kontostand hingegen verlangt nach einer günstigeren Variante oder einer Bastelaktion, die ich vermutlich niemals angehen werde. Außerdem auf der Einkaufsliste: Haarreifen und weitere Haarklammern, die nicht nur Blanca Miró, sondern auch meine Freundin Sofia trägt.

2. Jacqueline Susann erzählt die Geschichte dreier New Yorker Frauen, die als Bühnen- und Filmstars der 60er Jahre bekannt werden möchten. Durch den Druck greifen sie schließlich regelmäßig auf Appetitzügler, Beruhigungspillen und Schlaftabletten, Abhängigkeit und Depressionen sind die Folgen. “Valley of the Dolls” habe ich nun zum zweiten Mal aus dem Regal geholt, was vor allem der Erzähl- und Schreibart der Autorin zu schulden ist. Doch auch, weil die Thematik nicht an Aktualität verloren hat und gerade in einer Welt der Social Media Stars gut vorstellbar ist.

3. Kaffee zählt seit guten zehn Jahren zu meinem Leben, wirklich ausgereift ist meine Obsession aber erst vergangenes Jahr, als ich mehrere Monate in Berlin verbrachte. Unzählige gute Cafés sorgten dort nämlich ziemlich schnell dafür, dass ich mich regelmäßig dabei ertappte, mein geringes Praktikantengehalt für die Iced Lattes und Milchkaffees dieser Welt auszugeben. Mittlerweile schaue ich mir nicht nur Fotos, sondern auch Videos von Menschen an, die Kaffee zubereiten − ganz ohne niedliche Milchmuster, die in den Schaum gegossen werden. Das Schöne ist: Meine Leidenschaft muss ich nicht alleine ausüben, denn die besten Kaffee-Accounts schickt mir meine Freundin Anny.

 

Bild Credits Collage

Simone Rocha Hairclip via Farfetch
Buchcover via Pinterest
Kaffeebilder via @simpel___
Simone Rocha Backstage via le21eme
Simone Rocha Runway via Pinterest


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